In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ 1/2025, S. 35 ff.) ist ein Beitrag von Rechtsanwalt Dr. Jan-Carl Janssen und Ref. Younus Balke-Want zum Jugendstrafrecht und der Anwendung des §32 JGG mit folgendem Titel erschienen:

§ 32 JGG − Schwerpunktentscheidung zum Nachteil heranwachsender Beschuldigter bei Teileinstellung nach § 154 StPO?

Abstract:

„Schwerpunktentscheidungen nach §32 JGG bei mehreren Straftaten in verschiedenen Alters- und Reifestufen zählen zum Alltagsgeschäft und stellen die Verfahrensbeteiligten grundsätzlich vor keine größeren Probleme, auch wenn es im Einzelfall schwierig sein kann, die sogenannten Tatwurzeln zu ermitteln. Problematisch sind Konstellationen, in denen Straftaten gemäß §154 StPO aus dem Heranwachsendenalter ausgeschieden werden und dem Anwendungsbereich des §32 JGG damit die Grundlage entzogen wird. Es handelt sich hierbei nicht um ein akademisches Problem, sondern um eine Konstellation, die die Strafrechtspraxis vor größere Herausforderungen stellen kann.“